Montag, 1. Dezember 2008

Erstes Resümee zum Auslandssemster

Da ich in nicht einmal mehr drei Wochen für Weihnachten nach Hause fahre, hab ich mir gedacht, es ist Zeit für ein erstes Resümee zum Auslandssemster. Ich komme zwar im Jänner noch einmal nach Schweden (für zwei Prüfungen und eine Projektpräsentation), aber da viele Erasmusstudenten im Jänner nicht mehr da sind, sind so zu sagen noch 2 einhalb richtige Wochen Erasmus. Pani und Flo in Kopenhagen haben es ja leider nicht ganz so toll mit ihrem Auslandssemester erwischt - um es kurz zu fassen - viel Arbeit, wenig Erasmus (-studenten, -ausflüge, ...), teures Kopenhagen (Dänemark). Kopf hoch, Pani und Flo - im Jänner machen wir noch eine gescheite Erasmus Abschlussparty :).

So nun zum Resümee zum Auslandssemster an der BTH in Ronneby - Schweden. Es war echt die beste Entscheidung, die ich im Master an der FH Hagenberg machen konnte, ein Auslandssemster zu machen, nicht nur, weil in Hagenberg in unserem Semester nicht wirklich viel los ist. Fangen wir mit den Dingen an, die nicht ganz so gelaufen sind, wie ich mir das im Vorhinein vorgestellt hatte.

1. Qualität der Vorlesungen - Kurse:
Hier muss ich leider echt sagen, dass bis auf "Malicious Software and Countermeasures" und der Sprachkurs die Qualität der Kurse leider nicht dem entspricht, was ich von der FH Hagenberg gewohnt bin. Zum Teil tragen Leute zu Themen vor, wo sie sich wohl gerade mal die Folien vom Kollegen durchgelesen haben (vielleicht ein bisschen übertrieben). Nein - im Ernst - mit der Auswahl der Fächer hatte ich leider etwas schlecht gewählt - das kann hald passieren, wenn man als erster Student ein Auslandssemester an einer neuen Uni macht. Nun kann zumindet eine Empfehlung an die Kollegen gegeben werden, die im nächsten Jahr vielleicht an der BTH ein Auslandssemester machen.

2. Kontakt mit schwedischen Studenten:
Ich hatte vor Beginn des Auslandssemsters echt gedacht, dass wir eine Menge Kontakt mit den schwedischen Studenten haben werden. Des war bzw. ist leider nicht so. Was Studenten angeht ist da leider eine zeimliche Trennung zwischen Schweden - und dem Rest der Welt. Zum Beispiel war in den Kursen aus der LP1 kein einziger Student aus Schweden. So wie es aussieht meiden die Schweden eher die VL in Englisch, die von den internationalen Studenten besucht werden. Dies liegt vielleicht auch an der großen Anzahl an Studenten aus Pakistan. Pakistani sind sehr nette Leute und ich kann echt nichts gegen sie sagen, nur manch einer würde ihnen empfehlen es etwas genauer mit der Körperpflege zu nehmen.

So - das wärs auch schon gewesen mit den negativen Sachen - wenn mir noch etwas einfällt werde ich den Blog bearbeiten. Nun zu dem, warum man auf jeden Fall ein Auslandssemster machen sollte, wenn sich die Gelegenheit bietet - zumindest aus meiner Sicht.

1. Kontakt zu anderen Erasmusstudenten:
Hier hatte ich echt Glück, was die Gemeinschaft mit den anderen Erasmusstudenten angeht. Wir machen Parties, Spiele (in letzter Zeit vor allem Poker), Sport (Schwimmen, Badminton, Fußball ohne mich ;) ), Ausflüge, wir Kochen sogar zusammen - wie eine große Familie. Es sich echt lauter super nette und tolle Leute und viele davon werden mir sicher abgehen - aber es gibt eine Reunion in Polen im Sommer - vielleicht hab ich ja sogar Zeit und kann einen "Kurzurlaub" in Polen machen im Sommer.

2. Sprachkurs:
Einen Sprachkurs zu machen in dem Land, in dem man ist, ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Erstens kommt man wieder mit vielen anderen Studenten zusammen, hat die Gelegenheit in eine fremde Sprache hineinzuschnuppern, lernt auch die Kultur von Schweden ein bisschen kennen, und hat vor allem auch jede Menge Spaß.

3. Erasmus-Ausflüge/Veranstaltungen:
Hier ist vor allem der Trip nach Polen zu erwähnen, wo es mit der Fähre von Karlskrona nach Polen ging und wir uns die Städte Gdansk, Sopot und Gdynia angesehen haben. Es war eine super tolle Fahrt und wir hatte viel Spaß. Hier muss vor allem ein großer Dank an Lina ausgesprochen werden, die an der BTH für Eramusausflüge und Veranstaltungen verantwortlich ist. Tack Tack, Lina för mycket bra erasmus utflykter. Auch das Welcome Event war echt toll, bei dem es traditionelle schwedische Musik, Tänze und Essen gab.

4. Parties:
In letzter Zeit hatten wir eher weniger richtige Parties, wir haben zusammen "vorgeglüht" und sind dann ins Natti gegangen, aber das kann man auch lassen ;). Wir hatten bereits jede Menge Parties und mindestens zwei (Nikolaus- und Weihnachtsparty) stehen noch an. Hier eine kleine Chronologie - bitte um Entschuldigung, falls ich eine vergessen hab ;). Begonnen haben wir bei den Polen (Kubas Wohnung), dann war da die Geburtagsfeier von Per, die Hawaiiparty, Animalparty, Alive & Kicking Party, Karaoke-Party, Halloween-Party und das Feuer im Brunnspark. Auf jeden Fall auch zu erwähnen hier in diesem Resumee ist der Besuch bei Pani und Flo in Kopenhagen. Dieses Wochenende war super klasse!

5. Gemeinsames Kochen:
Ziemlich bald haben wir beschlossen, zusammen zu kochen. Es spart Zeit, Geld und man isst zusammen - der Mensch ist ja ein Gemeinschaftstier, so ist es wissenschaftlich bewiesen, dass gemeinsamen Essen für uns besser/gesünder ist. Nein - im Erst - es ist echt eine super Idee gewesen - ich bin mir nicht sicher, ob ich sonst immer so gut gegessen hätte. Begonnen haben ich und Stefan, dann ist Natalia (dann auch noch Kuba ;) ) dazugestoßen und schließlich auch noch Melissa sowie Dirk. Die Kochkreationen gingen von Spagetti über Hamburger, Toast, Nudeln mit allem Möglichen, Fleisch mit allen möglichen Saucen, vielen russischen Gerichten - sehr gut gekocht, Natalia - und vielem mehr was ich nicht mehr weiß. Wir haben uns ja auch ein Raclette im Flohmarkt gekauft, das mein paar mal zum Einsatz gekommen ist.

6. Internatinales Kochen:
Neben dem gemeinsamen Kochen gab es an manchen Sonntagen internationales Kochen. Dabei ging es darum, dass immer eine Nation den Kochlöffel in die Hand nimmt und etwas Typlisches aus ihrem Land für alle kocht. Ist bei etwa 15 Leuten gar nicht so einfach. Begonnen haben die Polen, dann die Franzosen, dann wir Österreicher (Melissa und ich) und schließlich die Deutschen Stefan und Dirk. Vielleicht kocht auch noch Natalia auf russisch. Auch noch zu erwähnen sind die Pizza-Abende, wo wir gemeinsam Pizza gekocht haben.

7. Ausflüge:
Da Weronika und Melissa sowie seit kurzem auch Stefan ihr Auto nach Schweden mitgebracht haben, waren wir auch ziemlich mobil was Tagesausflüge ich die näheren Städte und Ausflugsziele (Fahrzeit max 2 h) angeht. Da es doch einige Ausflüge waren, habe ich eine Google-Maps Karte erstellt, wo alle (oder zumindest die meisten) Orte markiert sind, an denen ich war.


Größere Kartenansicht

Wie ihr sehen könnt ich die Liste der positiven Dinge bei weitem länger ;). Wenn ich im nachhinein etwas ändern könnte, dann wären dass nur die Fächer, die ich ausgewählt habe, aber sonst auch schon nichts! Ein bisschen Zeit ist ja noch hier in Schweden - am 18. Dezember gehts heim und am 6. Jänner wieder zurück nach Ronneby. Endgülig nach Hause gehts dann am 22. Jänner 2009. Da werde ich dann wohl auch nicht sehr lange sein, da dann auch schon bald meine Tätigkeit als Diplomant beim Siemens CERT losgeht. Es bleibt spannend ;). Für alle die bis hierher gelesen haben - echt cool.

Vi ses!

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